KRISPL-GAISSAU

Zukunftsbild
Tourismus

Wie wir Tourismus gemeinsam leben wollen

Über viele Monate haben wir uns in Krispl-Gaißau eine einfache Frage gestellt:
Was macht unseren Ort aus, und wie wollen wir Tourismus bei uns leben? Dieses Zukunftsbild fasst zusammen, worauf wir uns geeinigt haben. Es ist kein fertiger Plan und keine Vorschrift. Es ist ein gemeinsames Bild, an dem wir uns von jetzt an orientieren.

Das ist unser Krispl-Gaißau

Bei uns ist es ruhig. Man kann bei offenem Fenster schlafen. Die Luft ist sauber, das Wasser ist ausgezeichnet und am Abend sieht man den Sternenhimmel glasklar und ohne Lichtverschmutzung. Die Stadt ist nah, und trotzdem ist man hier weit weg vom Trubel. Man kennt sich, man grüßt sich, und man nimmt sich Zeit für ein Gespräch. Viele nennen dieses Gefühl „Hoamkemma“.

Über allem steht der Schmittenstein. Er ist unser Hausberg und gehört seit jeher zu uns. Er steht in unserem Wappen, und er steht für Beständigkeit. Dazu kommen die Almen und Hütten, die Wälder und die Wege. Wir haben alle vier Jahreszeiten, und jede hat ihren eigenen Reiz.

Das ist unsere Handschrift: Natur und Ruhe, ganz nah bei der Stadt. Ein Ort, an dem man ankommt und wieder zu sich findet.

Das versprechen wir unseren Gästen

Wer zu uns kommt, findet Ruhe. Diese leise Auszeit ist bei uns keine Nebensache. Sie ist das Herzstück von dem, was wir bieten. In vielen Regionen ist Ruhe selten geworden. Bei uns ist sie selbstverständlich, und genau das macht sie so wertvoll.

Bei uns kann man abschalten. Man geht durch unberührte Natur, findet stille Plätze und tankt Kraft. Man isst gut und regional. Und man trifft Gastgeberinnen und Gastgeber, die sich Zeit nehmen. Anstatt Attraktionen bieten wir ganz bewusst Erholung.

Für diese Menschen sind wir da

Wir glauben, unser Ort und das Tal hin ist für ganz viele ein Erholungsort. Ganz besonders für diese Gruppen:

Naturliebhaber
Raus ins Grüne, in den Schnee oder in den Wald – dorthin, wo man wieder das Echte spürt. Bei uns ist es kühler, ruhiger und überschaubar, ohne Nebel und ohne Trubel. Wer zu uns kommt, ist draußen unterwegs, erlebt Natur mit allen Sinnen und findet Zeit zum gemeinsamen Durchatmen.
Familien aus der Stadt und der Umgebung
Bei uns bekommen Familien Natur zum Anfassen. Die Kinder erleben Wald und Wiese beim Wandern, Rodeln oder Fischen, machen ihre ersten Versuche auf Skiern und entdecken den Schnee ganz unmittelbar. Die Eltern finden leistbare, unkomplizierte Unterkünfte und sind schnell bei uns. Wer möchte, besucht einen Bauernhof, schaut den Tieren zu oder kostet regionale Produkte direkt vor Ort.
Aktive Gäste, die sich bewegen wollen
Tourengeherinnen, Biker, Wander- und Schneeschuhfans. Sie kommen für einen Tag oder ein Wochenende. Sie brauchen gut beschriebene Routen, verlässliche Infos und danach eine bodenständige Einkehr.
Ruhesuchende Genießerinnen und Genießer
Oft Paare oder Menschen, die allein reisen. Sie suchen Entschleunigung, saubere Luft, den Sternenhimmel und gutes Essen. Sie mögen kleine, feine Angebote, ruhige Plätze und Menschen, die Zeit für ein Gespräch haben.

So wollen wir Tourismus leben

Qualität ist uns wichtiger als Masse

Wir wollen keinen Massentourismus und legen daher viel Wert auf hohe Qualität im Erlebnis bei uns. Das stärkt das Erlebnis der Gäste und tut der Region gut. So gelingt Entschleunigung.

Wir gehen achtsam mit unserer Natur um

Sie ist unser wertvollstes Gut. Wenn wir sie schützen, bleibt sie auch für unsere Kinder erhalten. Wir wollen sie nutzen, aber nicht übernutzen.

Wir bleiben ehrlich und bodenständig

Wir spielen niemandem etwas vor. Was wir zeigen, ist echt.

Wir halten die Balance

Der Tourismus soll wachsen, aber langsam und mit Bedacht. Er darf unseren Ort und uns selbst nicht überfordern.

Wir machen das gemeinsam

Tourismus geht nur, wenn viele mittun. Deshalb reden wir miteinander, hören einander zu und ziehen an einem Strang. Und wir schauen darauf, dass auch die Einheimischen etwas davon haben.

Daran arbeiten wir

Aus unseren Gesprächen sind einige klare Richtungen entstanden. An ihnen wollen wir in den nächsten Jahren arbeiten.

Almen, Hütten und besondere Übernachtungen
Unsere Almen und Hütten machen uns aus. Wir wollen sie sichtbar machen und in Wert setzen. Dazu denken wir über besondere Übernachtungen nach, zum Beispiel kleine Rückzugsorte, Schäferhütten oder einen Campingplatz.
Wege und Routen für alle Jahreszeiten
Für Wandern, Biken, Tourengehen und Schneeschuh brauchen wir gute Routen und ein klares Leitsystem. Eine gemeinsame Karte, auch mit dem Nachbarort Adnet, soll allen helfen, sich zurechtzufinden. Dazu gehört, dass wir das Parken und die Besucherströme im ganzen Ort vernünftig lenken.
Sanft anreisen und unterwegs sein
Viele wünschen sich eine bessere Verbindung mit Bus und Bahn. Daran wollen wir arbeiten. E-Bikes und andere sanfte Arten, sich zu bewegen, passen gut zu uns.
Gutes Essen aus der Region
Regionale Küche gehört fest zu unserem Angebot. Wir wollen die Gastronomie stärken und Ideen wie einen Genuss-Gutschein oder Genusswandertage weiterentwickeln.
Zusammenarbeit über den Ort hinaus
Vieles gelingt nur mit anderen. Wir holen die Grundbesitzer früh an einen Tisch und suchen Lösungen, die auch der Landwirtschaft nützen. Wir arbeiten mit den Nachbarorten und den Tourismusverbänden zusammen. Und wir öffnen uns für Betriebe und Vereine, die diesen Weg mit uns gehen wollen.
Der Krisplift im Winter und im Sommer
Der Lift ist vielen wichtig. Wir wollen ihn unterstützen, im Winter genauso wie im Sommer. Ein Flow-Trail könnte ihn auch in der warmen Jahreszeit beleben.
Sichtbar werden
Wir treten künftig gemeinsam auf, mit einem stimmigen Bild und guten Infos für die Gäste. Schöne Plätze mit Ausblick wollen wir zeigen, ohne den Ort zu überladen.

Was uns trägt

Wir sind zuversichtlich. Wir ziehen wir alle in dieselbe Richtung. Wir sehen klarer, was unser Ort kann. Es geht vorwärts, auch wenn nicht immer alles glatt läuft.

Wer bei uns war, soll sich erholt haben und gern wiederkommen. Und wir, die hier leben, sollen stolz sein auf das, was wir daraus gemacht haben.